Amnesty International Gruppe Friedrichshafen

Impressum | Login

Gruppe Friedrichshafen

StartseiteArchiv

Alle Beiträge dieser Website in chronologischer Reihenfolge

Gewalt gegen Frauen anklagen und verhindern, zwischen 25. November (Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen bis zum 10. Dezember (Internationaler Tag der Menschenrechte) gibt es hier aktuelle Aktionen.
Misshandlungen an Frauen am Beispiel einer Puppe, klicken Sie hier

Appell an Frau Merkel anläßlich des Besuchs des Ägyptischen Ministerpräsidenten Mursi am 30. Januar, beteiligen Sie sich hier

Misshandlung statt Behandlung in syrischen Krankenhäusern, zur Protestaktion geht es hier

  • Ein Schritt voraus im Theatersaal (rotes Gebäde) des Droste- Hülshoff- Gymnasiums in Meersburg, Seminarstrasse 8 - 10. Gespielt vom Stadttheater Konstanz Weitere Informationen

Leider hat die Hinrichtung von Troy Davis jetzt doch stattgefunden, klicken Sie hier für weitere Informationen.

Briefe gegen das Vergessen

  • Türkei: Halil Savda

Der Menschenrechtsverteidiger Halil Savda muss damit rechnen, inhaftiert zu werden, weil er sich für Kriegsdienstverweigerer einsetzt. Er ist seit 2004 schon mehrfach festgenommen worden, nachdem er die Ableistung seines Militärdienstes abgelehnt hatte. Weiterlesen

Formulierungsvorschlag (Deutsch) HalilSavada.rtf

  • Simbabwe: Mitglieder von WOZA

Seit Februar 2003 werden immer wieder Mitglieder der Menschenrechtsorganisation Women of Zimbabwe Arise (WOZA) festgenommen, nachdem sie an friedlichen Demonstrationen für Menschenrechte sowie für soziale und wirtschaftliche Rechte teilgenommen haben. Weiterlesen

Formulierungsvorschlag (Deutsch) Woza.rtf

  • Ägypten: Maikel Nabil Sanad

Der 26-jährige Blogger und Jurastudent Maikel Nabil Sanad befindet sich im nördlich von Kairo gelegenen Gefängnis El-Marg in Haft und ist dort in den Hungerstreik getreten. Weiterlesen

Formulierungsvorschlag (Deutsch) MaikelNabilSanad.rtf

  • China: Liu Xiaobo und Liu Xia

Der prominente chinesische Akademiker und Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo verbüßt zurzeit eine Gefängnisstrafe wegen "Anstiftung zur Untergrabung der Staatsmacht". Seine Frau, die Dichterin und Künstlerin Liu Xia, steht in Peking rechtswidrig unter Hausarrest. Weiterlesen

Formulierungsvorschlag (Englisch) WenJiabao.rtf

  • USA: Christi Cheramie

Im Jahr 1994 wurde Christi Cheramie zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt. Damals war sie 16 Jahre alt. Die heute 33-Jährige hat bereits mehr als die Hälfte ihres Lebens im Gefängnis verbracht. Die Verhängung einer lebenslangen Haft ohne Bewährung gegen eine Minderjährige verstößt gegen das Völkerrecht. Weiterlesen

Formulierungsvorschlag (Englisch) ChristiCheramie.rtf

  • Griechenland: Manolis Kypreos

Der Journalist Manolis Kypreos ist seit dem 15. Juni 2011 auf beiden Ohren taub. Er hatte in Athen über die Proteste gegen die Sparmaßnahmen der griechischen Regierung berichtet, als eine Blendgranate der griechischen Polizei in unmittelbarer Nähe explodierte. Als er auf dem Weg ins Krankenhaus einem jungen Demonstranten helfen wollte, haben Polizeibeamte seinen Angaben zufolge zudem mehrmals auf ihn eingeschlagen. Weiterlesen

Formulierungsvorschlag (Englisch) RogerMbede.rtf

Formulierungsvorschlag (Englisch) RagiharManoharan.rtf

Formulierungsvorschlag (Englisch) AbuKassawy.rtf

ASERBAIDSCHAN: JABBAR SAVALAN

Der Geschichtsstudent Jabbar Savalan wurde am 4. Mai zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, nachdem er sich an friedlichen regierungskritischen Aktivitäten in Aserbaidschan beteiligt hatte. Er forderte über Facebook zu Protesten gegen die Regierung auf und verbreitete einen Zeitungsartikel, in dem der Präsident kritisiert wurde. Am Abend des 5. Februar 2011 war der 19-jähirge Jabbar Savalan auf dem Heimweg von einem Treffen der Oppositionsbewegung "Popular Front Party" (PFP) in Sumgayit verfolgt und festgenommen worden. Man teilte ihm jedoch weder die Gründe für seine Festnahme mit, noch wurde er über seine Rechte in Kenntnis gesetzt. Die Polizei verhörte ihn daraufhin zwei Tage lang, ohne dass ein Rechtsbeistand anwesend war. Als er schließlich seinen Rechtsbeistand traf, gab Jabbar Savalan an, dass Polizeiangehörige ihn geschlagen und eingeschüchtert hätten, um ihn zu einem Geständnis zu zwingen. Die PolizeibeamtInnen gaben an, in Jabbar Savalans äußeren Manteltasche ein Päckchen mit 0,74 Gramm Marihuana gefunden zu haben. Der Student beteuerte aber, dass er keine Drogen konsumiere und ihm das Marihuana untergeschoben worden sei. Auch die Bluttests wiesen keine Spuren von Drogen auf und Familienangehörige, FreundInnen und KlassenkameradInnen von Jabbar Salvan bekräftigten, dass Jabbar Savalan keinerlei Drogen zu sich nehme, und erklärten Amnesty International gegenüber, dass er weder rauche noch Alkohol trinke. Am 4. Mai befand ein Gericht Jabbar Savalan des illegalen Drogenbesitzes für den persönlichen Gebrauch schuldig und verurteilte ihn zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft. Im August 2013 endet seine Haftzeit. Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Präsidenten von Aserbaidschan und fordern Sie ihn auf, Jabbar Savalan unverzüglich und bedingungslos freizulassen. Geben Sie an, dass Amnesty International den Studenten als gewaltlosen politischen Gefangenen betrachtet, der nur deswegen festgenommen wurde, weil er sein Recht auf freie Meinungsäußerung auf friedliche Weise ausgeübt hat. Fordern Sie die sofortige und unabhängige Untersuchung der Vorwürfe, die Polizei habe Jabbar Savalan Drogen untergeschoben.

Schreiben Sie in gutem Aserbaidschanisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Präsident Ilham Aliyev
Office of the President of the Azerbaijan Republic
19 Istiqlaliyyat Street
Baku AZ1066
ASERBAIDSCHAN
(korrekte Anrede: Dear President / Exzellenz)
Fax: (00 99) 412 492 3543
oder (00 99) 412 492 0625\\

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
BOTSCHAFT DER REPUBLIK ASERBAIDSCHAN
S.E. Herrn Parviz Shahbazov Hubertusallee 43
14193 Berlin
Fax: 030-2191 6152
E-Mail: berlin@mission.mfa.gov.az
(Standardbrief International bis 20g: € 0,75)

Formulierungsvorschlag (Englisch) Jabbar_Savalan.doc

NIGERIA: BEWOHNER VON PORT HARCOURT

Seit dem Jahr 2000 sind mehr als zwei Millionen Menschen Opfer von rechtswidrigen Zwangsräumungen in Nigeria geworden. Hunderttausenden droht weiterhin die Gefahr, obdachlos zu werden. Die Zwangsräumungen betreffen meist Randgruppen und SlumbewohnerInnen. Viele von ihnen haben bereits jahrelang ohne Zugang zu Trinkwasser, sanitären Anlagen, angemessener medizinischer Versorgung oder Bildung gelebt. In einigen Fällen wandten die Sicherheitskräfte exzessive Gewalt gegen diejenigen an, die gegen die geplanten Zwangsräumungen demonstrierten. Am 12. Oktober 2009, als die BewohnerInnen der Ufersiedlung Bundu in Port Harcourt friedlich gegen eine geplante Zwangsräumung demonstrierten, schossen PolizistInnen und SoldatInnen wahllos in die Menge. Mindestens zwölf Menschen wurden lebensgefährlich verletzt, ein Mann starb. Am 28. August 2009 wurde die Hafensiedlung Njemanze abgerissen und tausende von Männern, Frauen und Kindern in Port Harcourt wurden obdachlos. Die BewohnerInnen erhielten keine Informationen, keine Entschädigungen oder alternativen Unterkünfte und es stehen auch keine angemessenen Rechtsmittel zur Verfügung, obwohl dies in den internationalen Menschenrechtsabkommen gefordert wird. Njemanze ist eine der über 40 Hafensiedlungen in Port Harcourt. Mehr als 200.000 Menschen droht dort die Zwangsräumung, wenn die Behörden weiterhin die geplanten Abrisse der verbliebenen Hafensiedlungen durchführen, ohne dass davor angemessene Menschenrechtsschutzbestimmungen umgesetzt werden. Die BewohnerInnen der Hafensiedlungen haben das Recht darauf, informiert zu werden und bei der Planung von Bau- und Wohnungsprojekten miteinbezogen zu werden. Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Präsidenten von Nigeria und drücken Sie Ihre Sorge darüber aus, dass mehr als 200.000 BewohnerInnen der Hafensieldung in Port Harcourt vor einer rechtswidrigen Zwangsräumung stehen. Fordern Sie den Präsidenten dazu auf, eine nationale Wohnungspolitik einzuführen, die sicherstellt, dass die BewohnerInnen eine angemessene Ersatzunterkunft erhalten, und bis dahin ein Moratorium für Zwangsräumungen in Nigeria zu verhängen.

Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch an:
His Excellency Goodluck Jonathan
President of the Republic of Nigeria
Office of the President
Nigerian Presidential Complex
Aso Rock Presidential Villa
Abuja
Federal Capital Territory
NIGERIA
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
BOTSCHAFT DER REPUBLIK NIGERIA
Neue Jakobstraße 4
10179 Berlin

Fax: 030-21230212
E-Mail: info@nigeriaembassygermany.org
(Standardbrief International bis 20g: €0,75)

Formulierungsvorschlag (Englisch) Pt_Harcourt.doc

INDONESIEN: FILEP KARMA

Filep Karma wurde 2005 zu 15 Jahren Haft verurteilt, die er zur Zeit verbüßt. Er hatte bei einer Flaggenzeremonie die verbotene Morgenstern-Flagge gehisst, ein Symbol der Unabhängigkeit Papuas. Filep Karma war einer von 200 Menschen, die am 1. Dezember 2004 an der friedlichen Zeremonie in Abepura in der indonesischen Provinz Papua teilgenommen hatten. PolizistInnen feuerten während der Zeremonie Warnschüsse ab und gingen mit Schlagstöcken auf die Demonstrierenden los. Die Polizei löste die Versammlung auf und nahm Filep Karma vor Ort fest. Berichten zufolge wurde er auf dem Weg zur Polizeistation misshandelt. Er wurde im Mai 2005 der "Rebellion" schuldig gesprochen und zu 15 Jahren Haft verurteilt. Der Oberste Gerichtshof bestätigte diese Strafe. Im Juli 2010 wurde Filep Karma eine Strafminderung angeboten. Er lehnte diese jedoch ab und gab an, dass er niemals hätte festgenommen werden dürfen, nur aufgrund der friedlichen Ausübung seines Rechts auf freie Meinungsäußerung. Eine Annahme der Strafminderung würde seiner Auffassung widersprechen. Während seines Gefängnisaufenthaltes prangerte Filep Karma bereits mehrmals die Misshandlungen, die sowohl er als auch andere Gefangene erleiden müssen, an und bezweifelte die Rechtmäßigkeit der Anklagepunkte, die gegen ihn erhoben werden. Amnesty International betrachtet ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen. Mindestens 70 Personen in Indonesien befinden sich derzeit wegen friedlicher politischer Aktivitäten in Haft. Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Minister für Justiz und Menschenrechte und fordern Sie die bedingungslose Freilassung von Filep Karma und allen weiteren gewaltlosen politischen Gefangenen in Indonesien. Bitten Sie darum, dass Filep Karma während seiner Haft die nötige medizinische Versorgung gewährt wird und er Zugang zu Rechtsbeiständen seiner Wahl und Familienmitgliedern erhält.

Schreiben Sie in gutem Indonesisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Mr. Patrialis Akbar
Minister of Justice and Human Rights
Jl. H.R. Rasuna Said Kav No. 4-5
Kuningan
Jakarta Selatan 12950
INDONESIEN
(korrekte Anrede: Dear Minister /Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 62) 21 525 3095\\

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
BOTSCHAFT DER REPUBLIK INDONESIEN
S.E. Herrn Eddy Pratomo
Lehrter Straße 16-17
10557 Berlin
Fax: 030-4473 7142
(Standardbrief International bis 20g: € 0,75)

Formulierungsvorschlag (Englisch) Filep_Karma.doc